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Praxis für Klassische Homöopathie

Karin Enders              Heilpraktikerin

Böhmerstrasse 3        60322 Frankfurt am Main               Tel: 069-72 77 29

karinhp@endersffm.com

 

 

Fachveröffentlichung:

 

„Verordnung des seltenen Arzneimittels Abroma augusta in der begleitenden Behandlung bei Morbus Parkinson“

Homöopathie KONKRET 3/10, Praxissplitter, S. 73

 

 

 

 

Verordnung des seltenen Arzneimittels Abroma augusta in der begleitenden Behandlung bei Morbus Parkinson:

Seit sieben Jahren ist eine Parkinson Patientin bei mir in Behandlung. Sie kam leider erst, nachdem sie die Krankheit schon sieben Jahre allopathisch behandelt hatte, insofern gab es quasi keine  Heilungsaussichten mehr (Supervision bei George Vithoulkas/Alonnisos 2005),  sondern nur noch Linderungsmöglichkeiten.

Es gibt jedoch auch bei der begleitenden homöopathischen Behandlung  einige sehr ermutigende Erfolge:

Seitdem sie in klassisch-homöopathischer Behandlung ist, schreitet der Verlauf nicht mehr so schnell fort. Sie muss ihre Medikamente in geringerer Dosierung nehmen und die Dosis weniger schnell erhöhen als andere Kranke, die ebenso lang MP haben.  Sie leidet deshalb weniger unter den NW der Medikamente und ist in einem, von der behandelnden Neurologin bestätigten, deutlich besseren Status als andere Erkrankte, nach 13 Jahren Erkrankungsdauer.

Akute Erkrankungen, Infekte und  Verletzungen oder  Nebenwirkungsbeschwerden wie Gelenkentzündungen und Inkontinenz werden  homöopathisch behandelt, sodass sie dafür nicht noch zusätzlich, zu den täglichen Parkinson-Medikamenten,  andere allopathische Medikamente nehmen muss. Eine PHS (Periarthritis humeroscapularis)  zum Beispiel wurde erfolgreich und dauerhaft mit Medorrhinum behandelt, eine Metatarsalgie mit Hypericum, akute Krampfzustände mit Magnesium phosphoricum.  Wegen eines negativen Osteoporosewertes  (Verringerung der Knochendichte) hatte der Orthopäde Bonviva  verschrieben, was sie aber wegen der erheblichen Nebenwirkungen nicht nehmen wollte. Durch Calcium phosphoricum  nahm die Knochendichte wieder deutlich zu. Der Orthopäde, der nicht glauben wollte, dass sie sein Medikament nicht genommen hatte, sagte nur: „Was immer Sie da genommen haben, nehmen Sie es weiter, denn es hat geholfen.“

Dieser Fall zeigt, dass man auch in Fällen, wo Heilung nicht mehr möglich ist, durch Klassische Homöopathie  Linderung der akuten Beschwerden erreichen kann und zusätzlich  eine Verlangsamung des fortschreitenden, chronischen Prozesses.

Erwähnenswert ist dabei auch die Behandlung ihrer  äußerst schmerzhaften  Sekundär-Osteochondrose mit Wirbelgleiten mit Abroma –augusta, dem Schokoladenhibiskus.

Aufmerksam wurde ich auf das Mittel durch die Symptomatik: Rücken, Steifheit, Lumbalregion, Aufstehen vom Bett agg., Beugen nach vorne agg., Gehen agg., wo Abroma-a im Repertorium  als einziges Mittel vermerkt ist.

Dazu kamen Symptome wie: Brust, Beklemmung, Gewicht, eine Last auf der Brust, wie durch ein und Extremitäten, Schmerz, Füße, Fußsohlen  sowie einige weitere Allgemeinsymptome und Modalitäten.

Als seltenes kleines Mittel wird Abrom-augusta  in Deutschland  leider nicht hergestellt. Es war durch die Apotheke nur in Österreich zu besorgen.

Die Einnahme  von Abroma-augusta LM 3, 1x tgl. 1 Tr., führte  zu einer raschen und umfassenden  Besserung der Rückenbeschwerden und  der übrigen Symptomatik.

(Bei einem Telefonat mit der Autorin am 10.11.10 berichtet sie der Redaktion aktuell, dass der Rückenschmerz sich unter Abroma-a weiter bessert und die Patientin auch deutlich wacher sei, was die Nebenwirkungen der Parkinson-Medikamente betrifft. Die Hrsg.)

Karin Enders, Frankfurt am Main, September 2010